Uhrentrends Frühjahr/Sommer 2008 +++ Uhrentrends Frühjahr/Sommer 2008 +++

Uhrentrends
Frühjahr/Sommer 2008


Herausgegeben durch:


Bundesverband Schmuck, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien e.V.

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Die Grammatik der Zeit

Die Zeit – ein kostbares Gut. Sie lässt sich kaum beschützen und noch weniger bewahren. Unaufhaltbar rinnt sie durch das Sekundenglas. Aber Zeit sollte man sich einfach nehmen,
zum Beispiel für all die Uhren-Neuheiten, Trends und Entwicklungen.

Die Erfolgsgeschichte der Uhr begann mit dem Schritt von der aufwändigen Taschenuhr zur praktischeren Armbanduhr. Es waren gesellschaftliche und wirtschaftliche Faktoren, die zur eigentlichen Verbreitung der Armbanduhr führten, denn die rasende Technisierung zwang zu
einem anderen Umgang mit der Zeit. Heute gibt es präzise technische Möglichkeiten, die Uhrzeit
zu ermitteln und anzuzeigen. Dennoch hat die mechanische Armbanduhr in jüngster Zeit unter Uhrenliebhabern ihren Siegeszug angetreten. Das ist nicht ohne Auswirkung auf Charakter und
Ästhetik der Uhrgehäuse und Werke geblieben, die in höchster technischer Anmutung Einblicke in Uhrwerke und Komplikationen gewähren.

Präzision en Miniature – mechanische Uhrwerke

Die Zeit blinkt uns nicht banal und ohne Zifferblatt zu, wenn in Uhrenmanufakturen kleine Wunder-
werke der Uhrmacherkunst zelebriert werden. Sie faszinieren mit Schräubchen und Rädchen, mit Federn und Zeigern, mit einem komplizierten Innenleben inmitten des schnellen globalen Zeitalters. Uhrenmanufakturen entwickeln Kaliber, die in der Dekoration der Brücken und Schrauben ganz neue Wege gehen. Statt perlierter Brücken und Genfer Streifen, arbeiten die Uhrentechniker mit modernen grauen und schwarzen Beschichtungen. Die Memoire-Funktion für eine mechanische Uhr stellt
zurzeit ein Novum dar. Von der Anzeige der aktuellen Zeit wechselt die Uhr mit Gedächtnis in den Messmodus per Druck auf die Krone. Die mechanische Zeitmessung in Verbindung mit einer einzigartigen Zeit- und Chronographen-Anzeige kündigt sich als spektakuläre Neuheit der
kommenden Chronographen-Saison an.

Den Manufakturwerken wenden sich auch jene Uhrenmarken zu, die für ihre Automatikwerke bekannt waren. Sie präsentieren sich mit Manufakturuhren, ausgestattet zum Beispiel mit einem einzigartigen bombierten Großdatum. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart bewegen sich auch die Visionäre,
die den Weg zur Manufaktur mit eigenen Werken schrittweise gehen. Nach exakten Vorgaben lassen
sie eigene Uhrwerke bauen, die sie dann selbst veredeln und ihrem exklusiven Design unterziehen. Liebhabern mit Faszination für die mechanische Gangweise werden auch ungewöhnliche Einsichten gewährt. Die spezielle Kadratur soll nicht mehr unter dem Zifferblatt verborgen bleiben, ein Sichtfenster im Zifferblatt gibt den Blick auf das gebläute Schaltrad frei.

Erinnerung an andere Zeiten

Vornehme Schlichtheit mit filigranen Ziffern als eine Reminiszenz an die Taschenuhr oder taillierte Uhrengehäuse in Gelb- und Weißgold erinnern an die zwanziger und dreißiger Jahre. Gebläute Zeiger laufen über versilberte und rotvergoldete Zifferblätter in gewölbten Gehäusen.
Regulatoren verteilen die Zeit auf geheimnisvolle Weise. Genauso wie die exklusiven Uhren in Rotgold, über dem braungolden emaillierten Zifferblatt, umrahmt von einem Diamantenkranz, drehen sich weiße Zeiger unermüdlich. Inspirationen liefert die Zeitgeschichte auf vielfältigste Art und Weise, wenn es um die Entstehung einer neuen Uhr geht. Das spiegelverkehrte Zifferblatt erinnert an die große Zeit der Weltraumpioniere. Andere nehmen sich die Zeit für die Entwicklungsarbeit einer Uhr, die sich in die Reihe historischer Uhren einreiht.

Starke Traditionen

Traditionsmarken legen mechanische Zeitmesser auf, die preiswerter, aber ebenso individuell,
technisch verspielt oder klassisch elegant sind. Stilsicher vereinen sie die wichtigsten Eigenschaften einer Uhr unter ihrem Gehäuse. Quadratische, runde und flache Gehäuseformen in sanft gebürstetem Silber-Anthrazit oder silber-, roséfarben und Braun, positionieren diese Zeitmesser attraktiv und stilsicher. Uhren, die an 365 Tagen im Jahr getragen werden können.

Viel Schmuck und auch ein wenig Uhr

Schon in der Geschichte der Armbanduhr sind sie zu finden und gehören zum wichtigsten Sortiment des Uhrenmarktes: Schmuckuhren. Sie können ihre Herkunft nicht verleugnen, gehen sie doch ganz offensichtlich mit dem zu Markte, was die reduzierte Designeruhr oder der aufwändige Chronograph
nur im Understatement vermittelt: purer Luxus. In der Form der Gestaltung, in der Materialwahl oder einfach eine Schmucklinie ergänzend, ist die Schmuckuhr einmalig durch die edlen Materialien und in ihrer Verarbeitung. Gehäuseformen in Kuben, groß und rund, zart und verspielt, quer gedreht. Sie unterliegen nicht der typisch runden Gehäuseform und bedienen sich vieler Einflüsse. Für Farb- und Materialwahl bedienen sie sich auch bei der Haute Couture.

Startklar in ein neues Leben

Die Freiluftsaison ruft, und Sportuhren helfen bei der Orientierung durch die erwachende Natur.
Sie entpuppen sich als Funktionswunder, wenn es um die Messung einer sportlichen Leistung geht.
Ein Angebot von Armbanduhren für jede Gelegenheit kennzeichnet heute den Uhrenmarkt, der die
Uhr als einen Luxusgegenstand, persönliches Statement oder einfach als Accessoire präsentiert. Beständig und zu allen Anlässen tragbar sind die Herren- und Damenuhren aus Edelstahl, Titan
und Aluminium. Die Zeit zum Anfassen – ohne Uhrglas durchaus möglich. Einzig eine Kugel zeigt
die aktuelle Uhrzeit. Statt eines Zeigerpaares bewegt sie sich frei auf der Zifferblattfläche. Ein
raffiniertes Magnetsystem setzt die Kugel zu jeder Sekunde an die exakte Uhrzeit zurück. Modernste Funktechnologie, höchste Präzision und Komfort vermitteln Qualitätsuhrwerke für Freizeit und Beruf. Zeitmesser, die sich allen Standards einer Pilotenuhr stellen und allen Turbulenzen widerstehen.

Quereinsteiger mit ungewöhnlichen Ideen

Dass die Uhrenentwicklung und das Design nicht immer abhängig sind vom Innenleben und der Komplikation eines Werkes, zeigen Designer aus anderen Bereichen, die sich des Themas Uhren angenommen haben. Sie sind mehr den modischen Einflüssen unterlegen, die zunehmend für
Farbe und Form verantwortlich sind. Uhrenhersteller geben zunehmend renommierten Designern Gelegenheit, sich mit einem eigenen Modell zu verewigen. Die Kollektionen tragen die persönliche Handschrift des Designers und ordnen sich nicht unbedingt der Linie einer Marke unter. Frech, unkonventionell und farbenfroh vereinen die modischen Designeruhren alle Styles. Dabei kommen kreative Technik und Formvollendung nicht zu kurz. Uhrbänder in Weiß, in Silbergrau, mit Ebenholzeinlage und kunterbunten Zifferblättern, die alle technischen Finessen ihrer großen Brüder,
der Chronographen, modisch vereinen.

Auffällig sind nicht nur die Gehäuseformen. Den Armbändern gilt die ganze Aufmerksamkeit. Sie verhehlen nicht die Mode. Leder in used-Look wird kombiniert mit geradlinigen Gehäuseformen,
runde, bewegliche Strukturen in Edelstahl an rechteckigen Edelstahlformen und geflochtene Lederbänder an dezenten, schmalen Uhren.

Trends im Silberschmuck hinterlassen ihre Spuren gern bei den modischen Uhren. Strukturierte Armbänder in Edelstahl, feinem Silber, Kautschuk oder einfach mal Leder. Das Uhrgehäuse
komplettiert das Schmuckband. Uhren aus Reintitan und Karbon bereiten mit ihren Eigenschaften,
der besonderen Leichtigkeit, Härte und Hautverträglichkeit, neuen Uhrengenerationen weitreichende Möglichkeiten.



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