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Herausgegeben durch:

Bundesverband Schmuck, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien e.V.
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Lust, Leidenschaft, Luxus
Die neuen Schmuckkollektionen sind einerseits von der Mode inspiriert, sprechen aber andererseits auch eine innovative formale Sprache, die von der Fantasie der Kreateure zeugt.
Wenn es um Trends geht, schielt jeder zunächst nach der Mode. Nicht zu Unrecht, denn das Aussehen der Outfits prägt nun einmal das Erscheinungsbild. Farbe, Feminität, Verspieltheit des Designs das alles sind auch im Schmuckbereich wichtige Themen, die sich allesamt gemeinsam mit der Mode entwickelt haben. Fragt man aber den Modedesigner, woher er seine Inspiration nimmt, so nennt er nicht selten Architektur, Kunst, fremde Kulturen, die Historie. Allesamt Inspirationsquellen, die bei vielen Schmuckschaffenden auch direkt in ihre Arbeit einfließen.
Warum sollte deshalb nicht auch einmal die Mode vom Schmuck inspiriert werden und ein Couturier Gewänder schaffen, die einen würdigen Rahmen bilden für die wunderbaren Kreationen, die ein Zeugnis der vielfältigen Aussagekraft von Schmuck bieten diesseits und jenseits der Mode.
Deshalb wollen wir in dieser Saison zweierlei Schmucktrends beleuchten: den, der sich an die Mode schmiegt, ihr zu einem noch besseren Auftritt verhilft und den, der für sich alleine steht, durch zuviel Mode vielleicht sogar erdrückt wird. Beide haben gleichermaßen ihre Berechtigungen und beide faszinieren auch in diesem Jahr durch Ideenreichtum und Vielfalt.
Lust an Farbe und Glamour
Der Schmuck bleibt farbig und sprüht vor femininer Lebensfreude. Wahrscheinlich gibt es keine Nuance des Regenbogens, die in den aktuellen Kollektionen nicht auch auftauchen könnte.
Dominant in dieser Saison: die Vielfalt an Grüntönen (z.B. Peridot, Turmalin), die dem Vorbild der Modekollektionen folgt, auch flieder und violett (z.B. Amethyst) in den verschiedenen Abstufungen, weiches Gelb mit Varianten in Richtung Beige oder Orange (z.B. Citrin), natürlich die hellen Blautöne (z.B. Aquamarin), die immer begehrt und beliebt sind.
Auch Farbe kann für Glamour sorgen, aber richtiges High Society-Feeling kommt eigentlich erst mit Brillanten auf oder ihrem preiswerten Bruder, dem Zirkonia.
Attraktive Solitaire-Ringe lassen eine schöne Tradition aufleben, mit vielen glitzernden Steinen ausgefasste Schmuckstücke, ob Anhänger, Ohrschmuck, Broschen oder Ringe fungieren als kostbare oder/und modische Hingucker.
So groß die Vielfalt an Steinen, von denen immer neue und auch noch unbekannte Varianten für den Schmuck entdeckt werden, so groß auch die Bedeutung der sanft schimmernden „Konkurrenz“: Perlen!
Perlen: Klassisch oder kreativ
Alles andere als langweilig präsentiert sich die „Perlen-Szene“. Zum einen gewinnen die Klassiker wieder an Bedeutung: die ein- oder mehrreihige Perlenkette, der Perl-Ohrstecker und vor allem der Perlring, der in schlichtem oder verspieltem Design immer wieder neu interpretiert wird, zum anderen übertreffen sich die Hersteller in innovativen Designs mit Perle, aus Perlen oder um Perlen herum. Dass die schimmernden Schönheiten aus dem Meer nicht nur mit Edelmetallen gut aussehen, sondern sich auch mit „fremden“ Materialien bestens machen, spricht sich immer mehr auch bis zum Endverbraucher durch!
Formensprache voll Leidenschaft
Wir möchten drei Gruppen benennen, die mit unterschiedlicher Formensprache um die Gunst des Verbrauchers werben.
In erster Linie sind da die verspielten, femininen, auch romantischen Schmuckstücke. Weiche Linien, Wellen, Ornamente, verschlungene Strukturen, Anklänge an den Jugendstil, Zitate von Blüten und Pflanzen. Schöner, gefälliger Schmuck, gerne auch filigran gearbeitet. Viel Bewegung verstärkt den Eindruck der Verspieltheit, bunte Farben stehen für Fröhlichkeit.
Daneben steht ein Purismus, der von den jeweiligen Designern oder Herstellern über alle Trends hinweg konsequent weiterverfolgt wird und ständig an Reife zunimmt. Klare geometrische Strukturen, gerne auch Schwarz-Weiß-Kontraste, Understatement und Konsequenz. Ein Schmuck, der verstanden wird und von seiner Trägerin/ seinem Träger toll in Szene gesetzt werden kann.
Als drittes wollen wir individuellen Designerschmuck nennen, der ob ornamental oder puristisch ausgestaltet von der Ideenwelt des jeweiligen Kreateurs erzählt. Es sind Schmuckstücke mit origineller Formensprache, Strukturen und Objekte in Gold oder Platin, mit oder ohne Steine. Sie kommen einem Trend zum Individualismus entgegen, der sich parallel zum Label-Boom entwickelt hat. Neue Materialkombinationen, offensive Aussagen: ein Stück Schmuckkultur jenseits der großen Konsumwelle.
Bekenntnis zum Luxus
Silber, Gold und Edelsteine ... die Trilogie aus dem Märchen wurde längst schon erweitert um neue, auch interessante Materialien.
Edelstahl bietet im „kühlen“ Bereich spannende Alternativen, dazu Kautschuk, Leder, Holz und anderes mehr.
Besonders vielfältig zeigt sich der aktuelle Silberschmuck: im preiswerten, erstrecht aber im hochwertigen Bereich, wo es gerade in Kombinationen mit funkelnden und aussagestarken Edelsteinen viel Neues gibt. Hier entstand eine „juwelige“ Optik, zu einem Preis, der auch für den kleineren Geldbeutel erschwinglich ist.
Die wahren Schmuckträume aber werden aus Gold oder Platin gefertigt, gekrönt mit Diamanten und edlen Farbsteinen. Prächtige Colliers mit großen Farbsteinen, Weißgoldschmuck mit üppigem Brillantbesatz, edles Platin, zurückhaltend und innovativ. Das ist kein Trend, sondern das Highlight in einer breiten Palette des Schmuckangebots, das schließlich für jeden etwas bieten muss.
Hier zusammengefasst die wichtigsten Stichworte:
Schmuckfarbe: Gelbgold und Weißgold bleiben gleichermaßen stark jede Kollektion setzt ihre eigenen Präferenzen. Immer noch trendig: Rotgold, gerne auch in Kombination mit Weiß. Wichtig: Silber von preiswert bis edel.
Colliers und Ketten: Schöne Fantasieformen aber auch klassische Interpretation wecken wieder die Freude am Kette tragen. Colliers mit viel spielerischer Bewegung und Farbe, mit Anhängern in Form eines Pendels. Lange Halsketten im modischen Bereich, die am besten zu mehreren getragen werden.
Armbänder: Bettelarmbänder oder Charms Bracelets laden immer noch und immer wieder zum Sammeln ein. Reifen, auch durch große Glieder beweglich gemacht, Klassiker wie das Tennisarmband.
Ohrschmuck: Chandelliers bleiben Mode, daneben viele Hänger, gerne auch bunt, mit verschiedenen farbigen Steinen aneinandergereiht. Trend: auch Glitzerndes für den Tag. Daneben schöne kleine Stecker, auch mit Perlen und Brillanten.
Ringe: Große Farbsteine bleiben Mode! Neue wichtige Farben: Grüntöne und Violettnuancen. Häufig auch Farbsteine in Kombination mit Brillanten, die zum trendigen Glamour-Look passen. Dazu: eine filigranere Optik mit verspielten Formen und vielen kleinen bunten Steinen. Als Gegentrend finden sich prächtige Ringe ganz ohne Besatz, die ihre Ausstrahlung aus der Schönheit des Materials und der Form beziehen.
Herrenschmuck: Typisch Maskulines aus Silber und Edelstahl. Kombinationen von Silber und Schwarz, interessante Modelle in Verbindung mit Kautschuk. Auch klassisch strenge Formen zeigen weiche Abrundungen. Geometrie bleibt das wichtigste Element in der Formensprache.
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